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Coworking für Introvertierte? Aber ja!

Von Stefania Sognamiglio, Host & Community Manager bei Betacowork Coworking in Brüssel, las ich den Coworking Survivial Guide for Introverts. Ihr Blogeitrag inspirierte mich zu diesem Post, denn auch in München wurde ich häufig gefragt, ob Coworking für Introvertierte eine attraktive Arbeitsform ist.

Diese Frage kann ich nur bejahen: In einem Gastbeitrag skizzierte ich neulich Coworking als Networking auf die sanfte Art, also wie Coworking hilft mit anderen Menschen in ähnlichen oder ergänzenden Themenfeldern 'zufällig' in Kontakt zu kommen. Schliesslich sind Introvertierte entgegen der landläufigen Meinung durchaus an anderen Menschen interessiert. Sie bevorzugen jedoch die tiefere Beziehung mit wenigen Menschen.

coworker chalkboard tafelbild

Daher ist Coworking ideal: Jeder Coworker kann mit anderen Coworking-Kollegen sehr einfach in Kontakt treten. Für den Austausch und die gegenseitige Inspiration ist das auch sehr wünschenswert. Ein 'muss' gibt es nicht. So können Introvertierte frei entscheiden auf andere Coworker zuzugehen, wenn sie offen sind für Interaktionen.

Anders als einige vor ihrem ersten Besuch im Coworking Space denken, besteht beim Arbeiten im Coworking Space keine 'Verpflichtung' mit jedem anderen Coworker einen Kontakt herzustellen. Dieses Vorurteil legst Du am leichtesten durchs Ausprobieren ab: Einfach hingehen, den Coworking Host kennenlernen, am Schreibtisch die eigenen Aufgaben erledigen, und alles andere langsam auf Dich zukommen lassen.

Coworking Hosts helfen gerne

Es besteht im Coworking Space alle Zeit der Welt, andere Coworker kennenzulernen. Darüber hinaus stehen viele Optionen zur Verfügung: An der Kaffeemaschine, beim Mittagessen, in der Rauchpause, auf Events, und ja klar auch am Schreibtisch nebenan. Es liegt an jedem Coworker selber, ob er oder sie mit den anderen Space-Nutzern rasch oder peu a peu bekannt wird.

Beim Begrüssungsgespräch mit dem Coworking Host können wir das gleich mitgeben. Um das als Beispiel mit starkem Kontrast zu illustrieren:

  • Networker sagen: Ich habe zwar einiges abzuarbeiten wenn ich hier bin, aber ich möchte auch rasch einen beruflichen Bekanntenkreis aufbauen. Mit wem sollte ich mich zu meinen Themen blabla am besten unterhalten? Kannst Du mich denen jeweils kurz vorstellen und uns vernetzen?
  • Introvertierte sagen: Ich habe viel zu tun und möchte konzentriert arbeiten. Gerne lerne ich neue berufliche Kontakte kennen, konzentriere mich dabei am liebsten ganz auf einen neuen Menschen. Daher möchte ich gerne erst nach und nach die anderen Coworker kennenlernen. Wenn es jemanden im Space gibt, der zu meinem Thema blabla arbeitet, würde ich mich über eine Vorstellung zum Beispiel in ein paar Tagen nach meinem Eingewöhnen sehr freuen.

So können sich introvertierte Coworker dem neuen Kontakt mit der persönlich angemessenen Zeit widmen, die sie dafür brauchen. Sobald dieser Mensch ein vertrautes Gesicht wird, stärkt dies das Gefühl des Dazugehörens zur Community des Space. Denn dieser neue Kontakt bringt ja seine Verknüpfungen zu anderen Coworkern mit ein.

tipps coworking introvertierte

Coworker kennenlernen

Vielleicht ist diese erste Person, die angesprochen wird, selber eher introvertiert. Das kann durch Beobachten der Coworker im Space herausgefunden werden. Wer beteiligt sich an Gesprächen? Wer geht offensiv auf andere zu? Und wer sitzt konzentriert am Laptop, studiert ein Fachbuch oder notiert ruhig etwas ins Notizbuch...

Wenn es Dir wichtig ist, Kontakte zu knüpfen, dann fordere Dich! Wechsle deinen Sitzplatz im Coworking Space alle paar Tage. Nimm Dir vor, jeden Tag einen Dir noch unbekannten Coworker anzusprechen. Lass Dir eine Kaffee- oder Tee-Sorte von einem anderen Coworker in der Küche empfehlen. Frage nach der Geschichte zur Lieblingstasse deiner Sitznachbarn, wenn sie eine haben.

Bücher oder Fachzeitschriften sind ein weiterer guter Anknüpfungspunkt: Wenn Du das Buch gelesen hast oder in dem Fachmagazin einen Beitrag besonders gut findest, kannst Du darüber ein kleines Gespräch starten. Bei der anderen Person deren Meinung zum Buch oder Artikel erfragen. Oder Du lässt Dir von ihr passende Autoren der Zeitschrift empfehlen.

Hier im Space auf Mallorca finden wir einen Gesprächststoff besonders einfach: Wetter, Ausflüge, Restaurants, Wassertemperatur, Fiestas, ... Und ja, es klingt wie 'Small Talk' mit wenig Tiefgang. Aber es steht uns ja frei, mit passenden Fragen ein zwar lockeres und gleichzeitig sinnvolles Gespräch zu führen. Besonders wichtig: Du brauchst keine Angst vor zu langem Schweigen haben! Im Coworking Space sind wir in erster Linie um zu arbeiten; daher können wir uns jederzeit einfach wieder unseren Aufgaben zuwenden. Wann wirst Du Coworker?

Mit ☼ im ♥ geschrieben von Doris (Fotos: DoSchu / rayaworx.eu)

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Castellano Abend ¡Hablemos!

Wir haben schon seit längerem Lust, regelmässig einen ‚spanischen Abend‘ im Space zu veranstalten: Ein Abend, an dem Menschen zusammen kommen, die gerne ihr Castellano nutzen wollen. Zum freien Sprechen, zum gegenseitigen Weiterhelfen in der Sprache, zum Spielen, zum Filme auf Spanisch schauen…

Dabei soll der Castellano Talk keine Nachhilfe-Gruppe oder ein Sprachunterricht sein, mehr ein gemeinsames ‚learning by doing‘. Da wir alle uns an dem Abend in Castellano ausdrücken müssen, lernen wir mit- und voneinander. Wir freuen uns, dass Juan mit an Bord ist, der uns bei spanischen Ausdrücken behilflich sein wird.

23. November – 1. Castallano Talk ¡Hablemos!

Unser erster Event wird sich um Wein drehen, Juan wird uns dazu freundlicherweise etwas erzählen. Und Du kannst genauso dazu beitragen, Deinen Lieblingswein mitbringen, vom letzten Weingut-Besuch erzählen...

Wir laden Dich daher herzlich ein, 
am Montag, 23. November 2015
ab 19:30 (bis circa 21 Uhr)
zum ersten Castellano Abend ¡Hablemos! zu kommen

Wasser, Kaffee, Tee und Knabbereien wie Quelitas und Nüsse stellen wir. Gerne kannst Du weitere Knabbereien oder eine Flasche Wein mitbringen.

Ja, ich bin dabei und melde mich an!

Sprich gerne noch mehr Leute an, die gerne Castellano üben, reden oder lernen wollen: 

¡Nos vemos!

Doris, Juan & Rainer

PS: Wenn Du einen Mallorquí Talk haben möchtest, melde Dich bei uns :)

Mit ☼ im ♥ geschrieben von Doris

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Raya fliegt mit Höchstgeschwindigkeit

Die Internetverbindung hat bei Rayaworx – wie in jedem Coworking Space – immer die höchste Priorität. Schliesslich wollen Coworker ja arbeiten, und das geht nur, wenn die Verbindung passt. Seit nicht ganz 2 Monaten nun sind wir (endlich) glücklich über eine stabile, maximal verfügbare Bandbreite. Das Internet rockt jetzt mit bis zu 300 Mbps Download und 30 Mbps Upload Geschwindigkeit dank Glasfaseranschluss von Movistar.

Bisher mussten wir 3 ISPs im Router bündeln, um zwischen 50 und 80 Mbps zu bekommen; das ist jetzt nicht mehr notwendig. 2 Anbieter dienen jetzt nur noch als Backup, für den Fall, dass uns die Glasfaserversorgung mal im Stich lassen sollte.

Sommerliche Verkabelung 
 

Im Hochsommer konnten wir Telefonica-Monteuren beim Ziehen von interessanten Kabeln im Ort beobachten. Teilweise hatten sie bei dem dieses Jahr sehr warmen Wetter ihre Mühe. Kein Wunder, dass Kollegen auf kreative Lösungen wie der Sonnenschirm an der Leiter kamen, den Doris in Santanyí festhielt.

Wir vermuteten Glasfaser und fragten: "¿Fibra optica?"– "¡Sí!" kam die erfreuliche Antwort. Nach schier endlosem Warten kam dann im August der heiß ersehnte Anruf des Vertriebs von Telefonica / Movistar: "Wollen Sie vielleicht 300 MB mehr Datentraffic haben?"

Was für eine Frage – ist der Papst katholisch? Das Gespräch dauerte dann aber doch gute 30 Minuten, denn es musste alles per Sprachaufzeichnung dokumentiert werden. Der Callcenter Agent probte tatsächlich das Gespräch in Spanisch mit mir, bevor wir es aufgenommen haben. Am Ende wurde mir ein Anruf des Technikers innerhalb der nächsten 1-2 Wochen in Aussicht gestellt, zur Bestimmung des Installationstermins.

Warten auf Grün
 

Zwei Wochen können ziemlich lang sein; vor allem wenn es drei sind. Aber an einem Montag abend um 21:30 (!) rief dann der Techniker an und wir verabredeten uns für den nächsten Tag zur Installation. Gesagt, getan, um 12 Uhr standen 2 Monteure mit Werkzeug und der Frage, wo denn der Hauptanschluss sei, vor uns.

Nach 2 Stunden wurde der Kasten dann gefunden. Und das auch nur mit Hilfe zweier sehr langer Kabelsonden. Dann wurde tatsächlich ein Glasfaserkabel gelegt und angeschlossen … und nichts ging. Die Enttäuschung war gross, aber wir konnten nichts tun, der Verteilerkasten im Haus hatte wohl ein Problem, das nicht direkt gelöst werden konnte, seufz.

Hilfe wurde für den nächsten Tag versprochen, und die kam auch. Allerdings bemerkten wir erst mal gar nichts von den guten Movistar-Geistern. Dafür unsere lieben Nachbarn, die beiläufig erwähnten, dass mittags die Monteure auf dem Dach waren. Kein Problem: Der Router war ja schon bei uns im Büro und mussten lediglich angeschaltet werden …  ein spannender Monent; Und siehe da: Ein grünes Licht erschien am Router und ein sehr breites Grinsen in meinem Gesicht.

Glasfaser rockt den Space

Ab damit an unser Netzwerk, die Konfiguration überprüft und dann auf den Knopf für den Speedtest gedrückt - Boooom, da waren die Bits aber geschockt, als der Sog einsetzte, waren sie bis jetzt doch nur Kupferkabel gewohnt:

Speedtest Highspeed Internet Rayaworx

Ich kann mir das bildlich vorstellen, wie die auf einmal ihre Elektronen beieinander halten mussten beim rasanten Download! Hätten sie Haare wären die wohl wie irre im Wind geflattert ;-)

Gerne teilen wir die Bandbreite mit unseren Coworkern. So ein Patchday z.B. auf dem iPad (44 Apps standen zur Aktualisierung an) macht jetzt richtig Spaß, weil Du es gar nicht mehr merkst, was da wirklich an Daten über den Draht bzw. die Luft geht. Wer also auf Mallorca etwas arbeiten muss und das Wifi muckt: Hier bei uns ist die digitale Online-Oase montags bis freitags geöffnet.

Tja, ab sofort ist nur noch die Wlan-Leistung der Endgeräte der limitierende Faktor. Mein Macbook lässt laut Messung nur 250 Mbps über die Luft durch: Das ist auch im Speedtest zu sehen...

Mit ☼ im ♥ geschrieben von Rainer (Fotos: Rainer Schuppe / rayaworx.eu sowie DoSchu / rayaworx.eu)

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Future of Work: Sam will's wissen

Wahnsinn, wir sind ja mit dem Thema Relax & Coworking gefühlt und real ganz vorne auf einer der Bugwellen der Future of Work. Und doch gibt es schon jemand, die das Thema in ihrer Master-Arbeit behandelt: Samantha Wolf von der Universität St. Gallen.

Wie haben Coworker ihre Reiselust mit Coworking kombiniert? Waren sie in der Handvoll Coworking Spaces, die sich gezielt oder unter anderem an Reisende richten? Was war ihnen wichtig? Diese uns andere Fragen bewegen uns, und es ist prima, dass Sam diesen Fragen in ihrer Umfrage nachgeht. Sam lernten wir auf der Coworking Europe Conference in Lissabon kennen, und ich traf sie erneut auf der Cowork in Stuttgart.

Ich finde es ganz grosse Klasse, dass Sam das Coworking & Reisen während ihrer Master-Arbeit auch richtig selber durchzieht statt nur darüber zu forschen. So kündigte sie ihre Wohnung, reist und arbeitet zum Beispiel im brandneuen Coconat in Brandenburg, im Büro Lokal im schweizerischen Wil oder bei unserem "Kollegen" Matias / bedndesk in S'Arenal auf Mallorca. Wir freuen uns sehr, dass sie einen Landausflug nach Santanyí mit in ihre Mallorca-Reise eingeplant hat.

coworkerin sam rayaworx mallorca

:: Herzlich Willkommen in Santanyí, liebe Sam! Wie bist Du eigentlich auf Dein Thema für Deine Master-Arbeit gestossen? Was genau ist unter “Coworkation” zu verstehen?

Sam: Für die Aufnahme in mein Masterprogramm Management, Organisation und Kultur schrieb ich damals ein Essay zum Thema „Wandel und Innovation der Arbeitswelt: Herausforderungen und Chancen“. Dabei stiess ich zum ersten Mal auf das Konzept des Coworking und die so genannten digitalen Nomaden. Ich verfolgte diese Themen dann immer etwas am Rande mit. Als plötzlich immer mehr Leute komplett ortsunabhängig arbeiteten und sich an Orten wie Bali in Coworking Spaces quasi ein neues Zuhause schafften, war für mich klar, dass ich da genauer hinschauen wollte.

Im weitesten Sinne kann jede Kombination von Arbeit und Freizeit an einem anderen, als dem gewohnten Arbeits- und Wohnort als Workation bezeichnet werden – ein Kunstwort aus work und vacation, Arbeiten und Ferien also. Es gibt die verschiedensten Gründe und Varianten Arbeiten mit Ferien zu verbinden: Von der Angestellten, die für ein Wochenende aufs Land fährt um frische Luft zu schnappen und an einem eigenen Projekt zu arbeiten, bis zum ortsunabhängigen digitalen Nomaden, der monatelang die Welt bereist und dabei seiner täglichen Laptop-basierten Arbeit nachgeht, wo es ihm gerade beliebt. Wird dabei das Angebot eines Coworking Spaces genutzt, so wird die Workation zur Coworkation – und da liegt mein Fokus.

:: Was fasziniert Dich am Reisen? Hast Du schon einen Lieblings-Ort auf Mallorca gefunden?

Sam: Dass es verbindet indem es trennt. Reisen trennt einem immer von seiner gewohnten Umgebung und oft von den Leuten, an die man sich gewöhnt hat. Dadurch verbindet es eine mit neuen Orten, mit anderen Menschen, mit fremden Kulturen und Gewohnheiten. Kitschig aber wahr: ”The world is a book, and those who do not travel read only one page” (Saint Augustine).

Mallorca ist auch ein Buch, indem ich wohl erst die Einleitung gelesen habe. Welches Kapitel mir das liebste ist, kann ich daher noch nicht sagen. Bisher beeindruckt mich vor allem die Vielseitigkeit dieser Insel mit ihren abwechslungsreichen Stränden, der Natur, den charmanten Städtchen und dem guten Essen.

:: Schön, dass Dir das gleich bei Deinem ersten Besuch aufgefallen ist! Wann ist für Dich Coworking so richtig cool?

Sam: Coworking lebt von den Leuten, die es tun. Von einem selbst und von den anderen um einem herum. Das muss nicht heissen, dass Coworking nur funktioniert, wenn Interaktion und Austausch stattfindet. Ein guter Tag im Coworking kann auch heissen, dass die Arbeitsatmosphäre genau so fokussiert und konzentriert war wie man sie an diesem Tag eben gebraucht hat.

Richtig cool ist Coworking für mich dann, wenn sich etwas einstellt, was man vielleicht „Coflow“ nennen könnte ;) – wenn Leute Ideen, Feedback, Wissen und Können ganz ungezwungen teilen, einfach weil sie denken dem anderen damit helfen zu können, und weil sie wissen, dass der andere dasselbe für sie tun würde – weil ihnen das Teilen Spass macht. Dabei kann schon mal eine Learning- oder Feedback-Session entstehen, die bis spät in die Nacht dauert – einfach weil es Spass macht, weil Arbeit und Freizeit verschwimmen, weil man in einen Flow kommt.

:: Was ist das Ziel Deiner Master-Arbeit, und wer kann an Deiner Umfrage teilnehmen?

Sam: Ich untersuche die Schnittstellen zwischen Coworking und Tourismus im weitesten Sinne. So werde ich einen Überblick über die verschiedensten Konzepte und Varianten der Kombination Coworking und Tourismus geben. Damit möchte ich das Thema einerseits auf die Agenda der Touristiker setzen, sowie andererseits ins Bewusstsein der Coworker und Coworking Space Betreiber bringen.

In der Online-Befragung geht es darum genauer hinzuschauen, wer diese Konzepte nutzt, weshalb und wie. Coworkation ist ein sehr breiter Begriff, der nicht auf alle Ausprägungen des Phänomens gleich gut zutrifft. Den vielfältigen Unterschieden und Gemeinsamkeiten im Verhalten sowie den Motiven der Coworker gilt es mit der online survey auf den Grund zu gehen.

Insofern ist jeder zur Umfrage eingeladen, der schon einmal Ferien und/oder Reisen mit Arbeit kombiniert und dabei einen Coworking Space oder ein ähnliches Konzept, wie beispielsweise ein temporäres Coworking Camp, genutzt hat. Wichtig ist, dass man sich im spezifischen Teil der Umfrage auf eine konkrete Coworkation Erfahrung bzw. einen bestimmten Coworking Space fokussiert und alle Fragen in Hinblick auf diesen einen Ort beantwortet. Dabei spielt es keine Rolle, ob man sich dort nur einen Tag oder gar drei Monate aufgehalten hat.

coworkation survey key visual

:: Und was geschieht dann mit dem Fragebogen-Rücklauf?

Sam: Mit den Befragungsergebnissen entwerfe ich eine Typologie von ‘Coworkationists’, die existierenden und entstehenden Coworkation Spaces wertvolle Hinweis geben kann, wer ihre Gäste sind und/oder sein könnten, wo es reizvolle Potenziale gibt. Zudem erforsche ich den potenziellen Wert eines Coworking Space für eine touristische Destination – also die Frage, ob ein Coworking Space eine Attraktion darstellen kann und einen Zustrom von neuen ‘Touristen’ in eine Destination bringen kann.

:: Wie kannst Du uns an Deinen Erkenntnissen teilhaben lassen?

Sam: Durch Coworking lerne ich wie oben beschrieben viel an Tools und Techniken hinzu. Daher starte ich gerade zur Begleitung meiner Studien ein Blog auf der Plattform Medium @floWSam. Hier kannst Du mir gerne folgen und sehen, welche Erfahrungen ich in anderen Coworkation Spaces mache, und welche Erkenntnisse die Befragungs-Ergebnisse bereit halten.

:: Vielen Dank, wir wünschen Dir ganz viel Erfolg und sind schon ganz gespannt, wie Menschen ihren Arbeitsplatz kreativ und reisend gestalten. Vielleicht präsentierst Du die Arbeitsergebnisse ja auf der Coworking Europe Conference 2016 :)

Hier geht es zur Umfrage Coworking & Travelling #coworkationsurvey

* Betreuender Professor der Master-Arbeit ist Pietro Beritelli am Institut für Systemisches Management und Public Governance (IMP-HSG) der Universität Sankt Gallen. Seine Forschungsgruppe befasst sich mit betriebs- und volkswirtschaftlichen Fragen in Tourismus und Verkehr.

Mit ☼ im ♥ geschrieben von Doris

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Arbeiten wann & wo Du willst (DNX im betahaus)

"I choose freedom" lautete das Motto der diesjährigen DNX (Digital Nomad Conference) in Berlin: Circa 400 digitale Nomaden und Interessenten lernten im Betahaus mit- und voneinander, wie wir erfolgreich unseren Freiheitswillen ausleben können.

dnx digital nomads conference coffee

'Arbeiten wann und wo ich will' findet in allen Alters- und Interessensgruppen Anklang, deutlich erkennbar am enormen Zuspruch zur Konferenz. Was ist das Besondere, das so viele Personen auf die DNX nach Berlin zieht?

Kein Information-Hiding sondern anregen & machen

Mir fällt als erstes insbesondere die Stimmung auf: Die Teilnehmer sind locker, ungemein kommunikativ und sehr neugierig. Alleine bleibt hier nur, wer das ausdrücklich möchte. Alle teilen den Wunsch nach selbstbestimmter Arbeit – die Hintergründe könnten aber nicht unterschiedlicher sein! Denn vom Schüler bis zum erfolgreichen Angestellten in einer grossen Firma in den besten Jahren sind alle Varianten vertreten.

Ratzfatz kommt ein Gespräch in Gang, und so lernte ich viele interessante Personen kennen, die entweder schon nomadisierend unterwegs waren oder Ideen für ein eigenes, mobiles Business sammelten. Leider konnte ich nur den Main Event am Samstag im Betahaus mitnehmen und musste sowohl auf den Partyteil am Abend als auch auf das Brunch am Sonntagmorgen verzichten. Von einem Kundentermin in der Türkei brachte ich mir nämlich ein magenverstimmendes Souvenir mit.

I choose freedom dnx

Das neue Konzept der DNX: Workshops

2014 fanden alle Vorträge zentral in einem alten Kino statt. Diesmal waren es insgesamt 24 Workshops, davon bis zu 5 parallel. So konnten wir nicht nur unser 'eigenes' Programm zusammenstellen, sondern vor allem enger mit den Vortragenden arbeiten. Die Sessions waren in der Mehrzahl sehr interaktiv und wenn das Thema mal doch nicht so interessant war, ging ein Raumwechsel in Ordnung.

Mir fiel auf, dass einige der Vortragenden bei den letzten DNX’en noch selber 'nur' Teilnehmende waren. Zum Beispiel Daniel Schöberl / I am digital, der nun seine Erfahrungen weiter gibt. Und das ist genau die Mischung, die zündet: Erfahrene Nomaden und Nomadinnen, die andere an ihrem Wissen in Workshops oder einfach im Gespräch zwischendurch teilhaben haben lassen. Dazu freiheitsliebende, zukünftige Nomaden, die diesen Erfahrungsschatz aufsaugen.

Ein großes 
DANKE
an Feli & Markus für die Organisation - passt.

Einen grandiosen Kurzüberblick zu den Topics aller Speaker hat Nick Martin auf Travel Echo in 'The importance of likeminded people" zusammen gestellt. Da liest Du in einem Satz, zu welchem Thema die Vortragenden sich jeweils äusserten.

Meine 2 Highlights: Fabian Dittrich sowie Ben Paul

Die Mischung der Teilnehmer ist schon grandios; genau wie die Aufbruchstimmung, die bei allen zu spüren ist. Und in den Workhops konnte ich auch einiges mitnehmen. Zwei Sessions möchte hier als meine Highlights hervorheben, auch wenn durch die Bank alle Sessions gut waren, die ich besuchte. Andere waren ebenso begeistert von ihrer Programm-Zusammenstellung.

Sehr inspirierend empfand ich die Keynote von Fabian Dittrich / Startup Diaries – ein wundervolles Plädoyer für den eigenen Weg abseits des Mainstream. Dabei auch noch richtig gut präsentiert. Wenn Du mal eine Chance hast Fabian live zu sehen – nicht verpassen!

Als zweites begeisterte mich insbesondere die Session mit Ben Paul, der trotz angeschlagener Gesundheit das Thema Online Kurse recht kompakt und informativ rüberbrachte. Damit gab er mir den Kick mein 'Mac für Ein- und Umsteiger'-Training endlich auf den Weg zu bringen.

Schade, dass mein persönliches DNX-Programm so knapp ausfiel. Nächstes Mal dann wieder mehr Stoff. Vielleicht noch nicht gelesen: Zur DNX global im August 2015 interviewten wir Coworking Space Host Matias aus S'Arenal.

Und jetzt so?

Wer die Inspiration hat und den Drang verspürt etwas verändern zu müssen, sich aber noch nicht an die fernen Destinationen rantraut, hat die Möglichkeit bei uns zu 'üben'. Mallorca ist nur einen Katzensprung vom europäischen Festland entfernt, aber doch eine eigene Welt.

Das Wetter ist einfach um Klassen besser als in Deutschland im Winter (ok, ausser bei schönem Schneewetter). Die Preise für Flüge und Unterkünfte sind moderat, und Rayaworx bietet die Internet- und Kaffee-Versorgung, die notwendig ist, um das eigene Online-Business zu starten. Last but not least: zwei Online-/Social Media-erfahrene Coworking Hosts! Das kann Dein Start in die selbstgewählte Freiheit werden...

Mit ☼ im ♥ geschrieben von Rainer

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