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Space View: Coworking Camp

Matthias Zeitler"Partnerschaften, die sonst nicht möglich wären." – Matthias Zeitler
 

Bestätigt von Initiativen wie Coworking Camp entwickelten wir 2013 unser Projekt Coworking im Ferienparadies. Da passte es schon prima zusammen, als auf der cowork2015 in Stuttgart unsere Session-Vorschläge zu einem "Slot" zusammen gefügt wurden. Endlich lernte ich Matthias Zeitler persönlich kennen, und wir machten gleich gemeinsam Programm.

Schön war's, und es war klar, wir vertiefen das Gespräch in einem Blog-Interview. Wer weiss, vielleicht schaffe ich es ja in Tunesien dieses Jahr mit zu coworken...

Matthias, seit wann bist Du Coworker, wie hat Coworking Dein (berufliches) Leben beeinflusst?
 

Matthias Ich habe schon lange Coworking Spaces auf Business Trips genutzt und war ganz begeistert als Romy Sigl ab 2011 davon gesprochen hat auch in Salzburg einen Space zu eröffnen. Da es sich für mein Startup MarkTheGlobe damals gerade gut angeboten hat, waren wir einer der ersten Mieter als es dann ab Januar 2012 los ging.

Den Großteil meiner Karriere habe ich immer in größeren, sehr hierachisch organisierten Firmen verbracht. Coworking hat meine Augen für neue Möglichkeiten der Arbeit geöffnet und die lockere Zusammenarbeit mit Gleichgesinnten hat einige Partnerschaften ermöglicht, die sonst nicht möglich wären.

Ja, das kann ich gut nachempfinden. Wie kamst Du auf die Idee, Coworking im Urlaubscamp-Format anzubieten?
 

Matthias: Coworking Camp ist eine Idee die Mitte 2013 im Umfeld des Coworking Space Salzburg geboren worden ist. Es gab unterschiedliche Aspekte, die uns dazu motiviert haben mal zu versuchen, einen temporären Coworking Space in der Sonne zu organiseren.

Einerseits wollten wir dem regnerischen Winter Wetter in Salzburg entfliehen, anderseits die Vernetzung mit Gründern und Freelancern aus ganz Europa fördern. Und wenn Rentner schon seit Jahren zu Nebensaison-Preisen überwintern, dann wollten wir Kreative das natürlich auch mal ausprobieren.

coworking camp: working

So habe ich das auch noch nicht betrachtet :) Ist das Coworking Camp nur für Startups interessant?
 

Matthias: Wir haben ungefähr einen Drittelmix aus Startup Gründern, Freelancern und digitalen Nomaden, also eigentlich das typische Coworking Space Publikum. Was ich persönlich recht spannend finde, ist wenn Freelancer von Startup Gründern inspiriert werden auch eher in Richtung Produktentwicklung zu gehen, statt stundenweise ihre Arbeitskraft zu verkaufen.

Wir hatten einige Teilnehmer die sich nach dem Camp komplett umorientiert haben, auch gerade durch die gemachten Erfahrungen und so genannten "Mastermind"-Sessions.

Was ist das besondere Etwas am Coworking Camp, wie es von Dir angeboten wird?
 

Matthias: Es gibt ja zwischenzeitlich eine ganze Reihe von Events und Retreats, die einen ähnlichen Ansatz verfolgen. Bei uns lag der Fokus von Anfang an mehr auf Produktivität und Business Networking, im Vergleich zu kurzen Spass Trips.

Obwohl wir natürlich auch Yoga, Volleyball, Scuba, Kiten und Sightseeing machen, ist bei uns der Coworking Space der zentrale Programmpunkt. Jeder Teilnehmer kriegt einen Schreibtisch mit schnellem Internet. Abends organiseren wir Masterminds und Workshops um die Teilnehmer besser zu vernetzen und Erfahrungen auszutauschen.

Unsere Gruppe ist relativ groß, und jeder kann bis zu 6 Wochen teilnehmen, dadurch ist sichergestellt, dass ausreichend unterschiedliche Personen kommen und so spannende Verbindungen entstehen. Je unterschiedlicher die Teilnehmer sind, desto interessanter wird es. Deshalb bin ich auch besonders stolz, dass wir es wirklich schaffen z.B. auch 50% Anmeldungen von Unternehmerinnen zu haben und beim letzten Mal 18 verschiedene Nationalitäten dabei hatten.

coworking camp: fun

Wow. Wie vernetzt Du vor Ort Dein Coworking Camp mit lokalen Initiativen und freiberuflich Tätigen?
 

Matthias: Die Herausforderung für Lokals sind die Kosten. Während €30-€40 pro Tag für Coworking, Unterkunft und Verpflegung für viele europäische Teilnehmer fast günstiger ist, als zuhause zu bleiben, ist das in Ländern wie Ägypten, Türkei und Tunesien viel Geld. Wir haben deshalb in der Vergangenheit mit Sponsoren gearbeitet, die lokale Teilnehmer unterstützen. Zum Beispiel konnten wir zum Abschlusswochende in der Türkei für 65 lokale Startup Gründer durch Partner die Kosten komplett übernehmen.

Ansonsten stehen natürlich auch Termine auf dem Programm, wo wir Startups besuchen. Für Tunesien dieses Jahr ist ein Wochenende in der Hauptstadt Tunis geplant an dem wir mit lokalen Gründern eine gemeinsame Veranstaltung machen und ein gemeinsamen Foto Sightseeing Workshop organiseren.

Oh, das klingt richtig gut. Vielen Dank für den vertiefenden Einblick, Matthias!
 

Hier entlang geht's zum Coworking Camp (denkt an die attraktiven Early Bird-Tarife!)

Fotos: Matthias Zeitler / Coworking Camp

Mit ☼ im ♥ geschrieben von Doris

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