Braucht ein Coworking Space ein Blog?

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coworking space & Blog

Wir starteten vor dem Öffnen des Coworking Space unser Blog. Für mich sind Blogs die lebendigen, digitalen Seiten der Web-Präsenz eines Projekts, Produkts, einer Firma, Organisation oder eben eines Coworking Space. Gerade in der Startphase kann es sehr hilfreich sein, ein Blog zu führen. Und besonders in Krisenzeiten wie der aktuellen Pandemie sind Blogartikel sinnvoll. Warum, das erkläre ich in diesem Beitrag.

In der Blogparade Das Blog — ein Medium von gestern? #Blogparade #liveloveblog möchte die Initiatorin Meike Leopold wissen, ob – ich sage: mal wieder – das Ende der Blogs ausgerufen wird. Seit Social Media und Social Networks den Alltag vieler Menschen dominieren, treten Blogs gedanklich in den Hintergrund.


Lustig wird es, wenn Menschen befragt werden, ob sie Blogs lesen. Der Klassiker unter den Antworten: „Nein“. Wenn ich nachfrage, ob online per Suchmaschinen recherchiert wird, kommt dann raus: Blogbeiträge werden durchaus gelesen – erkannt werden sie nicht. (Und damit in Umfragen zu Studien auch nicht angekreuzt.) Es sind für die Leser:innen einfach Inhalte im Internet, die Charakteristika der Einträge in einem Blog werden nicht als solche wahrgenommen.

Lebendige Seite – aktives Business

Müssen sie ja auch nicht. Was durchaus erkannt wird, ist das Datum des Eintrags. Und damit kommen wir zur Erklärung, warum ich in Workshops empfehle ein Blog zu führen. Nicht jede Initiative für einen Coworking Space ist von Nachhaltigkeit geprägt – in finanzieller oder persönlicher Hinsicht. Manches Projekt ist in der Realität nicht mehr vorhanden, lebt jedoch in Suchmaschinen-Ergebnissen oder in Portalen, die Coworking Spaces listen, noch weiter. Für interessierte Coworker signalisiert neuer Inhalt auf einer gefundenen Seite eines Coworking Space, dass die Hosts aktiv, der Space vital ist.

Das Argument, auf Facebook wäre eine Seite des Space ja aktuell geführt, lasse ich nicht gelten. Wer online sucht, wendet sich an Suchmaschinen – hier ist Finden oberste Priorität. Auf Facebook beispielsweise sind Suchen nach einem Coworking Space in der Nähe weniger erfolgversprechend. Und in den erwähnten Verzeichnissen wird auch nicht regelmässig nachgefragt, ob der Space überhaupt noch aktiv ist. Eine lobenswerte Ausnahme ist da das letztes Jahr gestartete Projekt CoworkingMap.

Content, der passt

Vergleichen wir kurz die Posts in Social Media-Communities wie Facebook: Die Algorithmen belohnen unterhaltende Inhalte, die viele Menschen ansprechen. Im eigenen Blog haben wir es in der eigenen Hand:

  • Art des Beitrags
  • Unterhaltungs-Grad des Textes
  • Umfang des Posts
  • Format: Text, Bild, Audio, Video
  • Rechtliche Beachtung von Rechten der Fotograf:innen
  • Frequenz der Beiträge im Blog

Doof, wenn Facebook Videos hofiert und am besten zu den Nutzer:innen durchreicht, viele aber vor Video so grossen Respekt haben. Im Blog passen die Inhalte und Formate zu denjenigen, die das Blog führen, sowie zu den Menschen, die das Blog ansprechen möchte.

Sammelstelle

Im Coworking-Umfeld haben wir es mit sehr unterschiedlichen Menschen mit verschiedenen Berufen in diversen Branchen zu tun. Auch hinsichtlich der Alters-Struktur oder den Interessen arbeiten wir meist in einer bunt gemischten Gruppe. Das ist für den Spirit, Know-how-Umfang und die mögliche Inspiration im Coworking Space ein wesentlicher Charakterzug.

Für die Kommunikation bedeutet es mehr Aufwand. Denn so unterschiedliche Menschen bevorzugen verschiedene Social Communities. Manchmal kann der Zuschnitt der aktiv genutzten Social Media-Profile eines Coworking Space klein gehalten werden, oft sind es mehrere Bereiche. Auf der Website kann dann diese Vielfalt wieder zusammengeführt erlebt werden. Das gelingt besonders gut mit einem Blog.

Echtzeit vs Langstrecke

In Social Media kämpfen Posts um die Aufmerksamkeit der aktuell dort aktiven Menschen. Es sind flüchtige Medien, denn viele Beiträge veralten schon nach kurzer Zeit und werden kaum noch angezeigt. Im Blog ist der veröffentlichte Inhalt so lange abrufbar bis er gelöscht wird. Durch die Kategorien und Stichworte, die Links zu anderen Inhalten im Blog in den einzelnen Beiträgen sowie die Suchfunktion im Blog werden auch ältere Artikel durchaus immer wieder gut entdeckt – und gelesen.

In der Startphase kann das Blog Beiträge über unsere Visionen haben. Interviews mit anderen Coworking Hosts, Ergebnisse und Erkenntnisse aus Recherchen, Studien, Büchern. Schreiben ist Denken: Wenn der Blogbeitrag formuliert ist, dann sind die Gedanken dazu klar. Für uns und diejenigen, die es lesen. Zu dieser Zeit oder auch später.

Zur Vertiefung


Titelbild erstellt mit Canva.com

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Braucht ein Coworking Space ein Blog?

erschien zuerst im Blog

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2 Antworten zu „Braucht ein Coworking Space ein Blog?“

  1. […] Doris Schuppe: Braucht ein Cowork­ing Space ein Blog? […]

  2. […] Mein Beitrag zur #liveLoveBlog Parade: Braucht ein Coworking Space ein Blog? http://www.rayaworx.eu/blog/post/coworking-space-blog […]

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